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Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle

Gedenkbuch Halle


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Name: Alexander 
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Harry Eberhard Alexander

Kommentar:
Harry Alexander (etwa 1936)
(aus Familienbesitz)
Harry Alexander (etwa 1936)
(aus Familienbesitz)
Vorname: Harry Eberhard 
Geburtstag: 02.08.1903 
Geburtsort: Halle/Saale 
Privatadresse: Rannische Str. 3[1], Berlin[2] 
letzte Adresse: KL Buchenwald 
Beruf: Glaser 
Verwandtschaft: Eltern:
Max Alexander 06.04.1867-07.10.1953 Halle; 09.09.1943 ins Ghetto Theresienstadt, befreit[3], Elise Alexander geb. Tennert: 28.10.1872 Raguhn-04.07.1943 Halle, nichtjüdisch
Schwester: Helene Pönitzsch geb. Alexander 01.03.1900 Halle-19.11.1946 Halle, ihr Ehemann Gottfried Franz Pönitsch, ihr Sohn: Hans-Joachim Gerd Pönitsch geboren 1936,
Bruder: Felix Alexander: 20.07.1901
Halle-13.11.1964 Frankfurt/M.; in Halle Rannische Str. 3[4], ambulanter Handel (Obst/Gemüse), seine nichtjüdische Ehefrau Martha Alexander geb. Möller (1905-1986) führte sein Geschäft nach der Schließung weiter (1935), Felix Alexander war nunmehr ihr Mitarbeiter. Im November 1938 wurde er vorübergehend ins KZ Buchenwald eingeliefert[5], danach zur Organisation Todt einberufen ihre Kinder: Felix geboren 1924 Halle, im KZ Moringen, überlebt; Irmgard geboren 1926 in Halle; Erich geb. 1928 in Halle-2001 Halle, Helga geboren 1930
Brüder: Rudolf Alexander, geboren 1905, Tod im KL Sachsenhausen und Max Alexander, geboren 04.12.1907 in Halle, in den USA verstorben; 1946 mit seiner Ehefrau Irmgard nach dort emigriert.
Sohn: Unfalltod in den USA.
Schwester: Ruth Alexander, geboren 1908, 1942 Verhaftung und Tod im KZ 
weitere Lebensdaten: 14.06.1938: Einlieferung in der "ASR-Aktion" ins KL Buchenwald, Häftlingsnummer 5592[6], Verbleib bis zum 14.03.1942: "überführt 14.Mrz.1942", Vermerk: "ASR-Jude"[7]. Die letzte Karteikarte trägt den handschriftlichen Vermerk: "Transport"[8]. Harry Alexander wurde innerhalb der Sonderbehandlung 14f13 in die T4-Anstalt Bernburg "überführt"[9], dort durch Gas getötet und eingeäschert. Der SS-Lagerarzt des KL Buchenwald ließ der Standesamtsbehörde in Weimar gefälschte Sterbedaten vorlegen, die noch in der jetzigen Sterbeurkunde enthalten sind: KL Weimar-Buchenwald, 25.03.1942[10] Gegenwärtig bereitet das Standesamt Weimar zur Datenberichtigung eine gesetzlich geforderte gerichtliche Todeserklärung vor. 
Todesort: Bernburg [!], nach der Einlieferung des Transportes aus Buchenwald. 
Todesdatum: [14.03.1942], 25.03.1942[11] 
Quelle(n): [1] ThHStAW, Bu NS4 Bd. 2, Bl. 060: Einlieferungsbuch (handschriftlich)
[2] Standesamt Weimar: Sterbeurkunde Nr. 593 v. 28.03.1942 (Kopie) (falsche SS- Sterbedaten)
[3] TG S. 723
[4] HA 38
[5] AJH (04.07.50) Baden
[6] vgl. Anm. 1
[7] ThHStAW, Bu, GNK: Diese weisen nur zwischen dem 06.06.1941 und dem 10.03.1942 eine Lücke bei den Buchungen auf.
[8] ebd.
[9] ThHStAW, KZ und Haftanstalten Bu, Akten-Nr. 59, Bl. 9
[10] vgl. Anmerkung 2
[11] Totenbuch 1937-1945 (2007), S.8 
letztes Update: 04.09.2010 17:49:57 

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© Volkhard Winkelmann und ehemaliges Schülerprojekt "Juden in Halle" (1993-2003) des Südstadt-Gymnasiums Halle      © Online-Präsentation: Christina & Steffen P.
Letzte Aktualisierung: 09.02.2015 Anzahl der Datensätze: 434