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Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle

Gedenkbuch Halle


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Name: Nußbaum 
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Ilse Liselotte (Ilselotte , Ilse Liselotte und Ilselotte) Nußbaum

Kommentar:
Ilselotte Nußbaum
© Stadtarchiv München 2007
Ilselotte Nußbaum
© Stadtarchiv München 2007
Vorname: Ilse Liselotte[1] (Ilselotte[2] , Ilse Liselotte und Ilselotte[3]) 
Geburtstag: 21.09.1927 
Geburtsort: Halle/Saale 
Privatadresse: Halle, Bernhardystr. 56[4]; München, Herzogstr. 65[5] Am 01.07.1938 verzog sie mit ihrer Mutter nach der Ermordung ihres Vaters im KZ Buchenwald zu den Großeltern nach München, Herzogstr. 65.[6] 
letzte Adresse: München, Internierungslager Clemens-August-Str. 9 (seit 15.01.1942: ein Sammellager zur Deportation)[7] 
Beruf: Schülerin[8] 
Verwandtschaft: Großeltern:
Moritz (Moses) Gundersheimer, Kaufmann
Anna Esther Gundersheimer geb. Hurwitz
Eltern:
Leopold Nußbaum; Tod im KZ
Olga Nußbaum geb. Gundersheimer, Tod im KZ
Tanten/Onkel:
Else Lisette, geboren am 12.12.1894 in München
Paul Leo, geboren im Mai1896 in München, Emigration: September 1938 USA
Charlotte´, geboren am 15.07.1897 in München
Ella verh. Silver, geboren am 26.03.1901 in München, Emigration: Juni 1941 USA
Max, geboren am 30.12.1906 in München, Emigration: Dezember 1939 Philippinen[9] 
weitere Lebensdaten: Im Antrag zur Beischreibung sogenannter "jüdischer" Vornamen beantragte Ilse Liselottes Mutter Olga Nußbaum am 31.12.1938 aus München beim Standesamt Halle (Saale) eine Geburtsurkunde. Sie bittet darum, den Antrag wegen der geplanten Ausreise der Tochter möglichst sofort zu bearbeiten, damit diese Ausreise zügig beantragt werden könne.[10] Doch der Tod in Auschwitz zeigt die Zerschlagung dieser lebensrettenden Absicht.
"Sie leistete im Mai 1942 Zwangsarbeit in der Flachsröste Lohhof. Ilse Liselotte wurde zusammen mit ihrer Mutter ab München am 13.03.1943 nach Auschwitz deportiert."[11] 
Todesort: Kl Auschwitz-Birkenau 
Todesdatum: nach dem 13.03.1943[12] 
Quelle(n): [1] Stadtarchiv (2007), Bd. 2, S. 197
[2] ebd.
[3] BArch (10.06.2009)
[4] HA 38: Wohnung der Eltern
[5] vgl. Anm. 1, Wohnung der Großeltern
[6] ebd.
[7] YVD (13.05.2007) Silver, Ella
[8] vgl. Anm. 1
[9] ebd.
[10] AB, Bd. 1 (2)
[11] vgl. Anm. 1 vgl. Anm 3
[12] Czech (1989), S. 439f.: "13. März 1943: Mit einem Transport des RSHA aus Berlin sind 964 Juden eingetroffen, und zwar 344 Männer sowie Kinder." "[…] 126 Männer sowie 473 Frauen und Kinder werden getötet." Ob damit auch die Juden aus München deportiert wurden, ist nicht feststellbar. 
letztes Update: 04.10.2009 11:21:43 

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© Volkhard Winkelmann und ehemaliges Schülerprojekt "Juden in Halle" (1993-2003) des Südstadt-Gymnasiums Halle      © Online-Präsentation: Christina & Steffen P.
Letzte Aktualisierung: 09.02.2015 Anzahl der Datensätze: 434