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Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle

Gedenkbuch Halle


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Name: Cohn (Dr. iur.) 
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Willy Cohn (Dr. iur.)

Kommentar:
Willi Cohn
(aus Familienbesitz)
Willi Cohn
(aus Familienbesitz)
Vorname: Willy 
Geburtstag: 20.07.1888 
Geburtsort: Roßleben 
Privatadresse: Königstr. 18[1] 
letzte Adresse: Königstr. 29[2] 
Beruf: Bankier, Teilhaber der Bank Friedmann&Co., Hansering 2; Kaufmann 
Verwandtschaft: Ehefrau:
Gertrud Cohn geb. Katz, geboren am 10.04.1897 in Duderstadt, nach England wie ihre Kinder Eva Maria Clara Hirst geb. Cohn 21.10.1921 Halle-22.02.1999, sowie die Zwillinge Hans/Gerald Holm und Hanna Ruth Singer geb. Cohn, beide geboren am 25.10.1928 in Halle, Emigration: 04.07.1939 mit dem 20. Kindertransport 
weitere Lebensdaten: seit 1900 mit seinen Eltern in München Frontsoldat 1915/18; nach Geschäftsaufgabe in zumeist unabhängigen kaufmännischen Tätigkeiten; 1938/39 wohnte die Familie in der Königstr. 62[3];
November/Dezember 1938: im KL Buchenwald. Ihm war eine England-Emigration auf Grund seines Alters nicht möglich, darum illegale Auswanderung am 10.08.1939 nach Brüssel; 1940 in das Camp de Gurs/ Südfrankreich, am 10.08.1942 mit dem Transport Nr. 17 von Drancy nach Auschwitz-Birkenau.[4] 
Todesort: KL Auschwitz-Birkenau 
Todesdatum: nach dem 10.08.1942 
Quelle(n): [1] HA 36
[2] AB Bd.1 (26) v. 26.12.1938
[3] AB Bd.4 (6): Carpentier
[4] Singer, Hanna: Brief v. 05.07.1998 "vgl. Barbara Voralier, Die Deportierung deutscher und österreichischer Juden aus Frankreich ( 1942-1944), 1980, Hg.: Solidarité d’Allemagne (Association des Refugiées israélites en Provenance et d’Autriche)"; Mitteilung des Staatlichen Museums Auschwitz - Birkenau v. 02.03.01, Tagebuchnummer: Lodz. I-Arch-i/1006-1020/3432/2001; Czech (1989), S. 270: "Die Kommandantur des KL. Auschwitz wird davon in Kenntnis gesetzt, daß um 8.55 Uhr ein Transport mit 1000 Juden Le-Bourget-Drancy in Richtung Auschwitz verlassen hat." ebd. S. 271: "Mit einem Transport des RSHA aus Frankreich sind 1006 Juden aus dem Lager Drancy eingetroffen. Mit dem Transport sind 525 Frauen und 475 Männer angekommen, darunter mehr als 400 ältere Menschen. Fast alle wurden im Deutschen Reich geboren. Nach der Selektion werden 140 Männer, die die Nummern 58086 bis 58225 erhalten, sowie 100 Frauen, die die Nummern 16637 bis 16737 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 766 Deportierten werden in den Gaskammern getötet." 
letztes Update: 28.09.2008 18:08:38 

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© Volkhard Winkelmann und ehemaliges Schülerprojekt "Juden in Halle" (1993-2003) des Südstadt-Gymnasiums Halle      © Online-Präsentation: Christina & Steffen P.
Letzte Aktualisierung: 09.02.2015 Anzahl der Datensätze: 434