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Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle

Gedenkbuch Halle


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Name: Lipper 
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Leo Lipper

Kommentar:
Leo Lipper
(Gila Netta, das letzte Bild)
Leo Lipper
(Gila Netta, das letzte Bild)
Vorname: Leo 
Geburtstag: 03.07.1891 
Geburtsort: Bohorodczany / Polen 
Privatadresse: Gr. Märkerstr. 13[1] 
letzte Adresse: Polen (Ukraine), Kolomea 
Beruf: Kaufmann; mit seiner Frau Hanna - Weißwarenhandel, zuletzt Merseburger Str. 103, Gr. Steinstr. 35 
Verwandtschaft: Ehefrau:
Hanna Lipper geb. Gänger, Tod in Kolomea.
Tochter:
Gerda Sophie Lipper, geboren am 11.04.1920, heute Gila Netta geb. Lipper, Israel, die letzte Überlebende der Familie. Am 27./28.10.1938 nicht in Halle,entging sie der Abschiebung ihrer Familie. In Leipzig wurde sie vom polnischen Konsulat vor der Abschiebung gerettet, danach entging sie ihr wiederum. Schließlich gelangte sie mit Hilfe des Palästina-Amtes Berlin über England nach Palästina.[2]
Sohn:
Heinrich Lipper, geboren am 25.06.1921 in Halle, Tod in Kolomea 
weitere Lebensdaten: 1903 nach Deutschland, Schulbesuch in Düsseldorf;
1. Weltkrieg im deutschen oder österreichischen Heer in Dalmatien;
seit 1919 in Halle; am 27./28.10.1938 zwangsweise Abschiebung in der "Polenaktion";
am 29.10.1938 wurden sie über die Grenze gejagt[3], danach Rückkehr nach Kolomea/Galizien;
bis 1942 Leben unter sowjetischer Herrschaft, 1942: nach dem Einmarsch deutscher Truppen Tod durch deutsche Erschießungskommandos[4] 
Todesort: Kolomea 
Todesdatum: 1942[5] 
Quelle(n): [1] HA 38
[2] AJH: Schreiben des Palästina-Amtes Berlin an die Synagogengemeinde Halle v. 8.8.39
[3] Herschkowicz (20.11.1938)
[4] Netta, Gila (Israel): Briefe
[5] ebd. 
letztes Update: 08.10.2008 22:21:23 

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© Volkhard Winkelmann und ehemaliges Schülerprojekt "Juden in Halle" (1993-2003) des Südstadt-Gymnasiums Halle      © Online-Präsentation: Christina & Steffen P.
Letzte Aktualisierung: 09.02.2015 Anzahl der Datensätze: 434