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Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle

Gedenkbuch Halle


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Name: Lichtenstein 
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Gertrud Lichtenstein

Kommentar:
Gertrud Lichtenstein
© Ministère de l’Intérieur – Office d‘Etrangers
Gertrud Lichtenstein
© Ministère de l’Intérieur – Office d‘Etrangers[4]
Vorname: Gertrud 
Geburtstag: 04.05.1903 
Geburtsort: Halle/Saale 
Privatadresse: Kleine Klausstr. 7[1] 
letzte Adresse: Belgien, Brüssel, rue de la Senne 22[2] 
Beruf: Geschäftsfrau 
Verwandtschaft: Eltern:
Jacob Lichtenstein, gestorben 1933 und
Lena geb. Abramowicz, geboren am 07.10.1865 in Neustadt.[3]
Beide besaßen ein Hutgeschäft, Sternstr. 1, nach Jacobs Tod alleinige Geschäftsführung
durch Lena
Geschwister:
Heinrich, geboren am 02.09.1890, Tuchgeschäft, Kleine Klausstr. 6/7;
Henny, sie war im Haushalt und Geschäft der Mutter tätig;
Siegfried, geboren am 12.02.1893 und
Gertrud, Pelz- und Tuchhandlung, Gr. Nicolaistr. 6; ihre Emigrationen: Heinrich (Chaim oder Heini): 21.08.1935 Prag, April 1939 England; Siegfried 21.08.1935 Prag, im Januar 1938 weiter nach Frankreich, Tod im KZ 
weitere Lebensdaten: Nach der Geschäftsaufgabe zog Gertrud 1938 zu Mutter und Schwester in die Kleine Klausstr. 7. Gertrud emigrierte im April 1939 nach Belgien.[5] Lena und Henny folgten ihr im Mai/Juni 1939 nach dort.[6]
Am 19.04.1943 wurden Gertrud, ihre Schwester Henny und deren Ehemann Abraham Wachter mit dem 20.Transport von Mechelen (Belgien) nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Gertrud hatte die Transportnummer XX/1579.[7] 
Todesort: KL Auschwitz-Birkenau 
Todesdatum: 22.04.1943[8] 
Quelle(n): [1] BArch (09.04.2003) Leonore Sawan,
[2] Jüdisches Museum Brüssel: Jodenregister: Registerdateien
[3] vgl. Anm. 1
[4] Mechelen (2008B)
[5] vgl. Anm. 2
[6] FS S. 242
[7] Klarsfeld/Steinberg (o. J., 1982?), S. 480.
[8] Czech (1989), S. 474: "22.April 1943 - Mit dem 20. Transport des RSHA aus Belgien sind 1480 Juden aus dem Lager Malines eingetroffen. In dem Transport befinden sich 507 Männer und 121 Jungen (bis 16 Jahre. E. A. VW) sowie 631 Frauen und 141 Mädchen. Nach der Sektion werden 276 Männer […] sowie 245 Frauen […] als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 879 Menschen werden in den Gaskammern getötet." 
letztes Update: 04.10.2013 17:07:52 

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© Volkhard Winkelmann und ehemaliges Schülerprojekt "Juden in Halle" (1993-2003) des Südstadt-Gymnasiums Halle      © Online-Präsentation: Christina & Steffen P.
Letzte Aktualisierung: 09.02.2015 Anzahl der Datensätze: 434