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Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle

Gedenkbuch Halle


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Name: Kanner 
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Markus Mordechai (Gimpel) Kanner

Kommentar:
Reilstr. 18
(privat: 2003)
Reilstr. 18
(privat: 2003)
Vorname: Markus Mordechai (Gimpel) 
Geburtstag: November 1858 
Geburtsort: Glogov, Polen[1] 
Privatadresse: Reilstr. 18 b. der Familie seines Sohns Salomon Kanner[2] 
letzte Adresse: Mielec/Polen: Ghetto[3] 
Beruf: Kaufmann i. R. 
Verwandtschaft: Ehefrau:
Sprinze Kanner, geboren am 24.11.1858, gestorben am 04.03.1927 in Halle, Grab: Jüdischer Friedhof Humboldtstr. 52
Kinder:
Elke Mühlbauer, geboren ca. 1879, gesorben 1966/67 in Tel Aviv, Israel,
Fanny Koppel geb. Kanner, geboren am 31.12.1881 in Debica;
deren Töchter:
Rosalie Helene Koppel, Tod in Polen,
Hanni Koppel, geboren am 18.10.1919, zuletzt Hindenburgstr. 63, Emigration USA
Moritz Kanner, geboren 1885; Geiststr. 15, Wollwaren[4], mit Sohn Sally nach dem 9. November 1938 Buchenwald inhaftiert. Emigration
Amalie Israel geb. Kanner; deren Tochter Sady Rosenbush geb. Israel
Helene Fischbein, geboren am 11.06.1896, gestorben Anfang 1994 in Tel Aviv, 1936 von Leipzig aus nach Palästina ausgewandert
Salomon (Sally) Kanner, geboren am 11.12.1898 in Halle, gestorben im November 1996 in New York, 1938 Buchenwald, 15.01.1939: von Halle Auswanderung nach Paris, ihm folgte seine Ehefrau mit drei kleinen Töchtern; Inhaftierung und dortiges Lager, dann aller Untertauchen; ca. 1946 Auswanderung der Familie nach den USA 
weitere Lebensdaten: Am 27./28.10.1938 wurden in Halle alle polnisch-jüdischen Hallenser verhaftet und im Polizeipräsidium für die gewaltsame Abschiebung nach Polen gesammelt. Am 29.10.1938 wurden sie über die deutsche Ostgrenze gejagt.[5] Markus M. Kanner kehrte nach ca. 50 Jahren wieder in seine Geburtsstadt Mielec zurück, wo seine beiden Schwestern mit ihren Familien wohnten.[6] 1940 "[…] wurde er von deutschen Soldaten geschlagen, schleppte sich mit Muehe nach Hause, sprach kaum, auch nahm (er) fast keine Nahrung zu sich, und starb kurze Zeit spaeter.“[7] 
Todesort: Ghetto Mielec 
Todesdatum: ca. Anfang/Mitte 1940[8] 
Quelle(n): [1] YVD (16.03.2007) Kanner, Salomon
[2] HA 38: Wohnung v. Salomon Kanner
[3] vgl. Anm. 1
[4] Rosenbush, Sadie (Israel): Brief v. 16.03.2003
[5] Herschkowicz (20.11.1938)
[6] vgl. Anm. 4
[7] ebd.
[8] ebd. 
letztes Update: 05.10.2008 13:39:50 

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© Volkhard Winkelmann und ehemaliges Schülerprojekt "Juden in Halle" (1993-2003) des Südstadt-Gymnasiums Halle      © Online-Präsentation: Christina & Steffen P.
Letzte Aktualisierung: 09.02.2015 Anzahl der Datensätze: 434