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Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle

Gedenkbuch Halle


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Name: Japha (Prof. Dr. med. et phil.) 
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Arnold Dan Japha (Prof. Dr. med. et phil.)

Kommentar:
Arnold Japha (UAH)
Arnold Japha (UAH)
Vorname: Arnold Dan 
Geburtstag: 12.09.1877 
Geburtsort: Königsberg 
Privatadresse: Schwuchtstr. 17[1] 
letzte Adresse:  
Beruf: Prof. Dr. med. et phil.,[2] Arzt, Professor an der halleschen Universität 
Verwandtschaft: Eltern:
Walther Japha, Stadtrat und Großkaufmann in Königsberg,
Margarete geb. Lehmann,
Ehefrau:
Adolfine Marie Katharine Japha, geb. Eckleben[3], geb.am 14.02.1890 in Berlin (nichtjüdisch) 
weitere Lebensdaten: evangelisch
1896 Abitur Wilhelmsgymnasium Königsberg; 1898-1900 Studium der Naturwissenschaften und der Medizin an den Universitäten Freiburg und Königsberg;
August 1901 medizinisches Staatsexamen und Promotion zum Dr. med. an der Universität Königsberg; 1901/02 Militärdienst als einjährig-freiwilliger Arzt, 1906/07 Dr. phil. in Königsberg; danach Tätigkeiten als Assistent an den Zoologischen Instituten in Tübingen und Halle.
Parallel dazu beteiligte er sich an militärischen Übungen, wurde Unter- und Oberarzt, schließlich 1912 Stabsarzt. Im 1. Weltkrieg diente er als Stabs- und Bataillonsarzt im aktiven Fußartillerieregiment Nr. 4 im Felde und wurde mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet.
Seit Ostern 1910 war er an der halleschen Universität, hier Habilitation an der Philosophischen Fakultät, Privatdozent; ab 1921 Stadtarzt (Magistratsmedizinalrat) am Stadtgesundheitsamt Halle. 1923 a. o. Professur an der hiesigen Universität mit einem Lehrauftrag für Anthropologie. Im September 1933 strich das Kultusministerium die Lehrauftragsvergütung, im Oktober 1933 wurde er beurlaubt; seit 01.05.1935 zwangsweise in den Ruhestand versetzt; 31.12.1935 Entzug der Professur[4]
Er litt sehr unter der erzwungenen Untätigkeit. "Als Japha 1943 von der Gestapo mit der Einweisung in ein Konzentrationslager bedroht wurde, tötete er sich selbst."[5] 
Todesort: Halle/Saale 
Todesdatum: 16.05.1943[6] (Freitod) 
Quelle(n): [1] HA 38
[2] Standesamt Halle (Saale): Sterbeurkunde Nr. 1902/1943 v. 23.05.2003
[3] ebd.
[4] vgl. FS S. 306, http://www.catalogus-professorum-halensis.de/indexb1933.html (18.07.2008) Quelle: Japha PA 8428, UAH, Rep. 6 Nr. 1407
[5] vgl. http://www.catalogus-professorum-halensis.de/indexb1933.html (18.07.2008)
[6] vgl. Anm. 2 
letztes Update: 23.09.2009 07:58:28 

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© Volkhard Winkelmann und ehemaliges Schülerprojekt "Juden in Halle" (1993-2003) des Südstadt-Gymnasiums Halle      © Online-Präsentation: Christina & Steffen P.
Letzte Aktualisierung: 09.02.2015 Anzahl der Datensätze: 434